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Arbeitsmarkt im August 2026

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Arbeitslosigkeit steigt auch im August 2026

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im August 2026 erneut angestiegen. Angesichts der anhaltend schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Lage bleibt die Situation auf dem Arbeitsmarkt trotz leichter wirtschaftlicher Erholung angespannt. Insgesamt waren 3.061.000 Menschen arbeitslos, was einem Zuwachs von 54.000 Personen im Vergleich zum Vormonat entspricht. Saisonbereinigt liegt die Zahl um 4.000 höher als im Juli. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Im Vergleich zum August 2025 ist die Arbeitslosenzahl um 36.000 gestiegen, die Quote hat sich ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte erhöht.

Unterbeschäftigung und Erwerbslosenquote

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt, ist saisonbereinigt im August leicht gesunken. Mit 3.674.000 Personen liegt sie jedoch um 33.000 höher als vor einem Jahr. Die Erwerbslosenquote nach dem ILO-Erwerbskonzept, die im Juli 2026 bei 4,2 Prozent lag, zeigt ein etwas anderes Bild, da sie international vergleichbar ist und andere Definitionen zugrunde legt.

Kurzarbeit

Im August wurden für 14.000 Beschäftigte Anzeigen zur konjunkturellen Kurzarbeit gemeldet. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme liegen bis Juni 2026 vor: Damals erhielten 140.000 Personen Kurzarbeitergeld, 8.000 mehr als im Vormonat, jedoch rund 55.000 weniger als im Juni 2025.

Entwicklung bei Erwerbstätigkeit und Beschäftigung

Die Zahl der Erwerbstätigen sank im Juli 2026 saisonbereinigt um 14.000 auf 45,66 Millionen. Im Jahresvergleich sind das 226.000 Personen weniger. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Juni geringfügig um 1.000 Personen auf 34,81 Millionen, liegt aber im Vergleich zum Vorjahr um 73.000 niedriger. Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist mit 7,62 Millionen Personen ebenfalls rückläufig, insbesondere bei Nebenjobs.

Arbeitskräftenachfrage bleibt schwach

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt sich weiterhin verhalten. Im August waren 656.000 Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 25.000 mehr als im Vorjahresmonat. Der BA-Stellenindex (BA-X) blieb mit 103 Punkten stabil, liegt jedoch vier Punkte über dem Wert des Vorjahres.

Qualifizierung und Weiterbildung

Derzeit wird die Arbeitsförderung reformiert und verstärkt in Qualifizierung und Weiterbildung investiert. Damit die Transformation erfolgreich angegangen werden kann, sind vor allem Fortbildungen wie zum KI-Manager oder im Bereich AI Automation sinnvoll und werden durch den Bildungsgutschein unterstützt.

Geldleistungen und Hilfebedürftigkeit

Im August 2026 erhielten 1.133.000 Personen Arbeitslosengeld, was einem Anstieg von 109.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsberechtigten sank hingegen auf 3.754.000 Personen, ein Rückgang um 116.000. Dies entspricht einer Hilfebedürftigkeit von 6,9 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung.

Ausbildungsmarkt weiterhin angespannt

Seit Oktober 2025 meldeten sich 433.000 Bewerberinnen und Bewerber bei den Arbeitsagenturen für eine Berufsausbildungsstelle, 4.000 mehr als im Vorjahr. Bis August konnten 156.000 eine Ausbildung beginnen, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sind noch 102.000 Bewerber ohne Ausbildungsplatz. Dem gegenüber stehen 451.000 gemeldete Ausbildungsstellen, davon sind 116.000 unbesetzt. Der Ausbildungsmarkt bleibt bis Ende September in Bewegung, sodass sich die Zahl der unbesetzten Stellen und unversorgten Bewerber voraussichtlich noch verringern wird.

Trotz leichter wirtschaftlicher Erholung bleibt der deutsche Arbeitsmarkt im August 2026 angespannt. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind gestiegen, die Erwerbstätigkeit rückläufig und die Arbeitskräftenachfrage schwach. Besonders der Ausbildungsmarkt zeigt weiterhin deutliche Herausforderungen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt im August 2026

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