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Arbeitsmarkt im Juli 2026

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Arbeitslosigkeit steigt im Juli saisonbedingt

Im Juli 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland deutlich gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhöhte sich die Arbeitslosenzahl um 71.000 auf insgesamt 3.007.000 Personen. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosenzahl um 28.000 höher, die Quote hat sich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Diese Entwicklung wird vor allem auf jahreszeitliche Effekte zurückgeführt.

Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt, blieb im Juli saisonbereinigt unverändert. Mit 3,645 Millionen Personen liegt sie jedoch um 28.000 höher als im Vorjahreszeitraum. Die Erwerbslosenquote nach dem ILO-Konzept lag im Juni bei 4,0 Prozent, was ein etwas anderes Bild als die klassische Arbeitslosenquote zeichnet.

Beschäftigung und Kurzarbeit

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Juni saisonbereinigt um 23.000 gesunken und liegt mit 45,71 Millionen um 225.000 unter dem Vorjahresniveau. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verringerte sich von April auf Mai um 12.000 und liegt mit 34,83 Millionen Beschäftigten ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist im Mai um 57.000 auf 7,59 Millionen gesunken.

Im Bereich Kurzarbeit wurden im Juli für 25.000 Personen Anzeigen über konjunkturellen Arbeitsausfall gemeldet. Die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld lag im Mai bei 126.000 Beschäftigten, was einen Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr bedeutet.

Arbeitskräftenachfrage bleibt schwach

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt sich weiterhin gedämpft. Im Juli waren 653.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, was zwar 25.000 mehr als im Vorjahr sind, jedoch insgesamt eine moderate Entwicklung darstellt. Der BA-Stellenindex (BA-X) blieb im Juli unverändert bei 103 Punkten, vier Punkte über dem Vorjahreswert.

Leistungen und Ausbildungsmarkt

Im Juli erhielten rund 1,108 Millionen Personen Arbeitslosengeld, was einem Anstieg von 107.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten sank hingegen um 121.000 auf 3,775 Millionen, was 6,9 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung entspricht.

Auf dem Ausbildungsmarkt meldeten sich seit Oktober 2025 insgesamt 418.000 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle, leicht mehr als im Vorjahr. Bis Juli konnten 126.000 eine Ausbildung beginnen, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sind noch 162.000 Ausbildungsstellen unbesetzt, bei insgesamt 437.000 gemeldeten Stellen. Der Ausbildungsmarkt bleibt in Bewegung, insbesondere in den Sommermonaten werden weitere Vermittlungen erwartet.
Quelle: Arbeitsagentur

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