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Arbeitsmarkt im März 2026

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Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im März

Im März 2026 ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland um 49.000 auf 3,021 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent und blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres. Trotz des saisonüblichen Frühjahrsanstiegs zeigt sich der Arbeitsmarkt in diesem Jahr vergleichsweise stabil, wie Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), bei der Pressekonferenz in Nürnberg betonte.

Entwicklung bei Erwerbslosigkeit und Unterbeschäftigung

Die Erwerbslosenquote nach dem ILO-Konzept lag im Februar 2026 bei 4,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik umfasst, blieb saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat unverändert und lag mit 3,69 Millionen Personen leicht unter dem Vorjahreswert.

Beschäftigung und Kurzarbeit

Die Zahl der Erwerbstätigen sank im Februar saisonbereinigt um 12.000 auf 45,66 Millionen und liegt damit 119.000 unter dem Vorjahresniveau. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm von Dezember 2025 auf Januar 2026 um 30.000 ab und liegt mit 34,75 Millionen Beschäftigten 72.000 unter dem Vorjahr. Geringfügig entlohnte Beschäftigungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 44.000 auf 7,46 Millionen zurück.

Die Inanspruchnahme von konjunkturellem Kurzarbeitergeld lag im Januar 2026 bei 136.000 Personen, was einen Rückgang von 6.000 gegenüber dem Vormonat und 141.000 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Arbeitskräftenachfrage stabil auf niedrigem Niveau

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im März 2026 auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Insgesamt waren 638.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X), der neben gemeldeten Stellen auch den Zugang neuer Angebote berücksichtigt, lag bei 103 Punkten.

Geldleistungen und Hilfebedürftigkeit

Im März 2026 erhielten rund 1,1 Millionen Personen Arbeitslosengeld, was einem Anstieg von 98.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten sank hingegen auf 3,82 Millionen, ein Rückgang um 147.000 Personen. Damit waren 7,0 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt weiterhin herausfordernd

Seit Oktober 2025 haben sich 332.000 Bewerberinnen und Bewerber bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch hatten bis März 2026 noch 213.000 keine Ausbildungsstelle oder Alternative gefunden. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen lag bei 366.000, wobei aufgrund von Umstellungen in der Statistik mit einer Untererfassung zu rechnen ist. Schätzungen zufolge liegt die tatsächliche Zahl der Ausbildungsplätze im Februar 2026 etwa acht Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt bleibt somit weiterhin angespannt, wobei die aktuellen Daten nur eine vorläufige Einschätzung erlauben.

Arbeitslosenzahl im März:
-49.000 auf 3.021.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:
+54.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:
-0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent
Quelle: Arbeitsagentur.de

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