Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldet für Mai 2026 einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 58.000 auf insgesamt 2,95 Millionen. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt insgesamt schwach. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosenzahl jedoch um 31.000 höher, die Quote stieg um 0,1 Prozentpunkte.
Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt, verringerte sich saisonbereinigt um 8.000 Personen auf 3,628 Millionen. Im Jahresvergleich ist sie jedoch um 15.000 gestiegen. Die Erwerbslosenquote nach dem ILO-Konzept lag im April bei 3,9 Prozent.
Entwicklung bei Kurzarbeit
Im Mai wurde für 26.000 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld lag im März 2026 bei 151.000 Personen, was einen Rückgang von 1.000 gegenüber dem Vormonat und 113.000 weniger als im Vorjahresmonat bedeutet.
Beschäftigung und Erwerbstätigkeit
Die Zahl der Erwerbstätigen sank im April saisonbereinigt leicht um 5.000 auf 45,75 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erwerbstätigkeit um 189.000 Personen zurückgegangen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg von Februar auf März 2026 um 9.000, liegt jedoch im Jahresvergleich um 75.000 niedriger. Die geringfügig entlohnte Beschäftigung verringerte sich um 40.000 auf 7,51 Millionen, wobei 4,03 Millionen ausschließlich geringfügig beschäftigt sind.
Arbeitskräftenachfrage stabil auf niedrigem Niveau
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im Mai auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Insgesamt waren 643.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) stieg um einen Punkt auf 103 und liegt damit drei Punkte über dem Vorjahreswert.
Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit
Im Mai 2026 erhielten rund 1,07 Millionen Personen Arbeitslosengeld, 113.000 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten sank hingegen um 103.000 auf 3,83 Millionen. Damit waren 7,1 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung hilfebedürftig.
Ausbildungsmarkt weiterhin herausfordernd
Seit Oktober 2025 meldeten sich 382.000 Bewerberinnen und Bewerber bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern für eine Berufsausbildungsstelle – ein Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis Mai 2026 hatten 199.000 von ihnen noch keine Ausbildungsstelle oder Alternative gefunden. Die gemeldeten Ausbildungsstellen liegen bei 396.000, wobei die Statistik derzeit aufgrund von Umstellungen unvollständig ist. Die Stellenmeldungen für April 2026 sind schätzungsweise um 5 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Ausbildungsmarkt bleibt bis zum Ende des Beratungsjahres 2025/26 in Bewegung, sodass die Daten vorläufig zu bewerten sind.











