Aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt
Das neue Ausbildungsjahr hat in den meisten Bundesländern begonnen, doch die wirtschaftliche Situation wirkt sich deutlich auf den Ausbildungsmarkt aus. Bundesweit ist die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Gleichzeitig steigt die Anzahl der jungen Menschen, die eine Ausbildungsstelle suchen.
Statistische Entwicklungen und Herausforderungen
Seit Oktober 2025 haben sich 418.000 Bewerberinnen und Bewerber bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern für eine Berufsausbildungsstelle registriert – das sind 4.000 mehr als im Vorjahresmonat. Bis Juli konnten 126.000 von ihnen eine Ausbildung beginnen, was jedoch 11.000 weniger als im Vorjahr bedeutet. Rund 147.000 junge Menschen haben bislang weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden.
Auf der Angebotsseite wurden im Juli 2026 insgesamt 437.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 35.000 weniger als im Juli 2025. Von diesen sind noch etwa 162.000 Plätze unbesetzt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Ausbildungsmarkt weiterhin in Bewegung ist und sich die Situation in den kommenden Monaten noch verändern kann.
Berufsfelder mit guten Vermittlungschancen
Besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle bestehen derzeit in verschiedenen Branchen. Dazu zählen:
- Lebensmittelberufe
- Baugewerbe
- Verkauf
- Gastronomie
- Handwerk
- Fahrzeugführung und Logistik
- Pflege
In diesen Bereichen sind noch zahlreiche Ausbildungsplätze verfügbar, was Bewerberinnen und Bewerbern gute Perspektiven bietet.
Unterstützung durch Arbeitsagenturen und Jobcenter
Die Arbeitsagenturen und Jobcenter bieten umfassende Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche. Dazu gehören Beratung, Vermittlung und verschiedene Fördermöglichkeiten wie die Assistierte Ausbildung, Einstiegsqualifizierungen, Mobilitätszuschüsse oder die Berufsausbildungsbeihilfe. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen.
Appell an Unternehmen und Bewerber
Die Bundesagentur für Arbeit betont, dass es noch nicht zu spät ist, eine Ausbildung zu beginnen. Über die Sommermonate werden weiterhin Ausbildungsplätze besetzt. Unternehmen sind aufgerufen, ihre freien Ausbildungsstellen zu melden, damit diese bekannt werden und passgenau vermittelt werden können. Jeder junge Mensch, der eine Ausbildung aufnimmt, ist eine potenzielle Fachkraft für die Zukunft.
Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2026-30-arbeitsmarkt-im-juli-2026











