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Arbeitsmarkt – Wo Jobs verschwinden und neue entstehen

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Massiver Stellenabbau in der Industrie

Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe, wo zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen. Die jüngsten Pläne des Volkswagen-Konzerns, weltweit bis zu 100.000 Stellen zu streichen, verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen. Neben der Autoindustrie sind auch die Stahlindustrie und der Maschinenbau von Arbeitsplatzverlusten betroffen.

Eine Studie der Unternehmensberatung Horváth und des Handelsblatts zeigt, dass bis 2030 rund 60 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland einen Stellenabbau planen. Für das laufende Jahr wird mit dem Wegfall von weiteren 100.000 Industriearbeitsplätzen gerechnet. Bereits 2025 hatte sich der Trend beschleunigt, als etwa 120.000 Jobs in der Industrie gestrichen wurden.

Verlagerung der Industriearbeitsplätze ins Ausland

Das ifo-Institut bestätigt die schwierige Lage in der Industrie und im Handel. In diesen Sektoren übersteigt die Zahl der Unternehmen, die Personal abbauen wollen, jene, die neue Stellen schaffen, um etwa 18 Prozentpunkte. Jahrzehntelang profitierte Deutschland von einem erfolgreichen Exportmodell, doch mittlerweile verlagern Unternehmen Produktion, Forschung und Entwicklung zunehmend ins Ausland.

Obwohl noch rund 40 Prozent der Investitionsbudgets im Inland eingesetzt werden, konzentrieren sich diese hauptsächlich auf Anlagenerhaltung und Automatisierung. Der tatsächliche Ausbau neuer Arbeitsplätze findet vor allem in Auslandsmärkten statt.

Beschleunigter Strukturwandel und globale Herausforderungen

Der Stellenabbau erfolgt laut Luisa Kunze von der Bertelsmann-Stiftung eher schleichend als durch plötzliche Entlassungswellen. Der Strukturwandel weg von der Industrie ist kein neues Phänomen, hat sich jedoch zuletzt deutlich beschleunigt. Zu den Ursachen zählen unter anderem die Auswirkungen neuer US-Zölle sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck durch chinesische Unternehmen, die von staatlicher Seite stark subventioniert werden.

Wachstum in Bau, Pflege und Informationsbranche

Während in der Industrie Arbeitsplätze verloren gehen, verzeichnen andere Branchen Zuwächse. Das Baugewerbe hat im vergangenen Jahrzehnt rund 80.000 neue Beschäftigte gewonnen, die Informations- und Kommunikationsbranche etwa 70.000. Unter anderem entstehen Jobs wie der KI Manager. Auch im Bereich der Pflege entstehen kontinuierlich neue Stellen, was den demografischen Entwicklungen und dem steigenden Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen entspricht. Hier finden Sie mehr zu Zukunftsberufen und dem Engpass von Arbeitskräften. Ausführliche Informationen

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