Mit einer neuen Dialogreihe und einem Impulspapier treibt die Bundesregierung die Weiterentwicklung ihrer Fachkräftestrategie voran. Den Auftakt bildete die erste Regionale Fachkräftewerkstatt, die am 12. März beim Flugzeugtriebwerkshersteller Rolls-Royce in Dahlewitz stattfand.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Das neue Dialogformat soll in den kommenden Monaten in weiteren Regionen Deutschlands fortgesetzt werden.
Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Arbeitsmarktakteuren
Mit den Regionalen Fachkräftewerkstätten möchte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) den direkten Austausch mit Unternehmen, Ländern und Arbeitsmarktakteuren stärken. Ziel ist es, aus den Diskussionen konkrete politische Handlungsbedarfe und Empfehlungen abzuleiten, um die Fachkräftebasis in Deutschland langfristig zu sichern.
Dabei sollen insbesondere erfolgreiche Praxisbeispiele aus Unternehmen stärker sichtbar gemacht und auf andere Regionen übertragen werden.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betonte, dass qualifizierte Fachkräfte eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum seien. Damit Fachkräftesicherung gelingen könne, müssten Wirtschaft, Politik und Beschäftigte gemeinsam handeln. Während die Arbeitsmarktpolitik die Rahmenbedingungen schaffe, bleibe die Fachkräftegewinnung vor allem Aufgabe der Unternehmen.
Viele Betriebe würden bereits neue Wege gehen und kreative Konzepte entwickeln, um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Diese Ansätze sollen mit der Fachkräftestrategie stärker verbreitet werden.
Brandenburg als Beispiel für Fachkräftegewinnung
Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hob die Bedeutung des Themas hervor. Dass die erste Regionale Fachkräftewerkstatt bei Rolls-Royce in Dahlewitz stattfindet, sei kein Zufall. Gerade dort spiele die Fachkräftegewinnung eine wichtige Rolle.
Das Unternehmen könne mit seiner Strategie als Vorbild dienen – sowohl bei der Ausbildung als auch bei der Anwerbung von Arbeits- und Fachkräften aus dem In- und Ausland.
Dr. Dirk Geisinger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland, verwies darauf, dass das Unternehmen in Deutschland rund 10.000 hochqualifizierte Fachkräfte beschäftigt und weiter wachsen möchte. Um künftig offene Stellen besetzen zu können, sei jedoch auch eine passende politische Rahmensetzung erforderlich. Der Austausch im Rahmen der Fachkräftewerkstatt sei daher besonders wichtig.
Neue Schwerpunkte in der Fachkräftestrategie
Die Fachkräftestrategie der Bundesregierung, die seit 2022 gilt, umfasst bisher fünf zentrale Handlungsfelder:
- Ausbildung
- Weiterbildung
- Fachkräfteeinwanderung
- Arbeitskultur
- bessere Nutzung der Erwerbspotenziale, etwa von Frauen, älteren Beschäftigten oder Menschen mit Behinderungen
Mit einem neuen Impulspapier des BMAS sollen zwei weitere Schwerpunkte hinzukommen:
- Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung
- stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren
Ergebnisse fließen in die Strategie ein
Die Erkenntnisse aus den Regionalen Fachkräftewerkstätten sollen in die Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie einfließen. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung zu unterstützen und den Arbeitsmarkt langfristig zu stärken. Quelle und zum Zum Impulspapier für eine Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie











